Di 23 Jun 2009
»Ebru« Fotografien von Attila Durak
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Eine absolut sehenswerte Fotografie-Ausstellung gibt es noch bis Sonntag im Museum
Duisburg: Attila Duraks “Ebru”. Konzipiert als Buch- und Austellungsprojekt,
fotografierte Durak sieben Jahre lang die verschiedenen Kulturen und Etnien in der
Türkei. Dem Staat, in dem alle Menschen qua Geburt Türken sind – und nicht Kurden,
Armenier, Griechen, …
‚Ebru’ ist eine alte osmanische Maltechnik, bei der Farben so auf Wasser
aufgebracht werden, dass sie sich nicht vermischen, sondern zu kunstvollen
Mustern ineinander fließen.
Diese Technik ist für den Fotografen Attila Durak ein Sinnbild für die
Multikulturalität seiner Heimat. Über viele Jahrhunderte hat sich in der
Türkei eine reiche kulturelle Vielfalt von mehr als 40 ethnischen und
religiösen Gruppen entwickelt, die sich erkennbar durch Sprache, Lebens-
gewohnheiten, kulturelle Identität und religiöse Praxis unterscheiden. Als
kunstvolles farbiges Muster sieht Durak die Gemeinschaft dieser Menschen
in seinem Land, die sich mit ihren unterschiedlichen Begabungen und
Eigenarten ergänzen und die kulturelle Vielfalt im alltäglichen Miteinander
praktizieren.
Attila Durak: “Ich bringe die Ausstellung nach Deutschland, um das zu teilen,
was ich über die Türkei gelernt habe. Ich hoffe, dass das deutsche Publikum
meine Fotos als eine Feier der kulturellen Vielfalt betrachtet. (…) Es ist eine
Möglichkeit für das deutsche Publikum, hinter die und jenseits der typischen
Bilder der Türkei zu sehen, die in Europa in Umlauf sind.
(aus der Beschreibung zur Ausstellung im Museum Duisburg)
Einziges Manko ist die technische Qualität der Diasec-Abzüge. Irgendwas muss da
schiefgelaufen sein, so dass unzählige Flecken die Betrachtung stören. Trotzdem
aber schaffen es die intensiven Bilder stark und klar zu wirken. Beeindruckend!
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